Physikalische Modellierung dämmt weiter Einflüsse ein
Während der Entwicklung des neuen High-Flow-Sensors haben die Sensirion-Entwickler festgestellt, dass sich bei den Sensoren mit W-Profil eine Reihe von Störeinflüssen stärker auf die Messgenauigkeit auswirken als bei den herkömmlichen Sensoren mit rundem Profil. So hat zum Beispiel die Fluidtemperatur einen grösseren Einfluss auf den Messwert, da diese nicht nur die thermischen, sondern auch die hydrodynamischen Eigenschaften verändert – mitunter, da die Wärmeleitfähigkeit des Fluids von der Temperatur abhängt. Zum Beispiel reduziert eine erhöhte Fluidtemperatur die Viskosität, die beim W-Profil (über die Reynoldszahl) einen grösseren Einfluss auf den Messwert hat.
Ein ideales Messumfeld zu schaffen, bleibt folglich auch nach Überwindung der thermischen und hydrodynamischen Limitierungen anspruchsvoll. Um bei der Berechnung von Flussraten weitere Einflüsse miteinzubeziehen, bedient sich Sensirion zusätzlich physikalischer Modelle, die in die hauseigene Kalibration einfliessen und sicherstellen, dass der Sensor unter allen Bedingungen zuverlässig und akkurat funktioniert.
Vollständiges Produktportfolio – ein One-Stop-Shop-Konzept
Mit dem neuen High-Flow Sensor SLF3S-4000B stösst Sensirion in eine neue Messdimension vor und deckt jetzt einen beträchtlich ausgedehnten Messbereich vom Nanoliter pro Minute bis zum Liter pro Minute ab. Mit gleichem «Look & Feel» wie die bestehenden drei Durchflussensoren der SLF3x-Familie bietet der SLF3S-4000B mehrere Vorteile: Anwender können bestehende Kabel oder Software ohne Anpassungen weiterhin zum Auslesen nutzen, wodurch eine Neuprogrammierung von Software entfällt. Vom vervollständigten Angebot an Durchflusssensoren profitieren Anwender, die ihre Sensortechnologie ausschliesslich bei einem Spezialisten für Automatisierungslösungen und Fluidsysteme beziehen möchten. Doch wir befinden uns erst am Anfang der Reise: Die Sensirion-Entwickler wollen die Messlatte noch weiter erhöhen und haben Flussraten bis zu 20 Liter pro Minute im Visier. Erste Feldstudien befinden sich bereits in Planung.